Virtuelle Maschinen für den Browser

Bisher konnte man auf virtuelle Maschinen nur mittels spezieller Software zugreifen. Mit der kostenlosen Virtual Box von Oracle oder der VMware Workstation können virtuelle Systeme erzeugt und benutzt werden. Mit XenCenter können virtuelle Maschinen sogar über ein Netzwerk gesteuert und verwaltet werden.

Nun kommt jedoch eine Technik, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen im Netzwerk oder Internet über einen normalen Browser zu benutzen, der keine Plugins oder Erweiterungen benötigt. HTML 5 ermöglicht mit Web Sockets eine asynchrone Verbindung zu einem Server aufzubauen, der weniger Traffic und Ressourcen verbraucht als z.B. AJAX. Mit Hilfe dieser und ein paar weiterer Techniken konnte das Projekt realisiert werden. Ein wichtiger Punkt ist hier die Geschwindigkeit, die bei 720p HD Videos von Youtube immer noch anschaubar sind.

cloud computing visualisiertIn Kombination mit Cloud Paging bieten sich noch viel mehr Möglichkeiten. Der Begriff Cloud Paging bedeutet, dass eine gesamte Anwendung oder auch eine virtuelle Maschine in verschiedene Einzelteile zerlegt wird, sogenannten „Partials“. Diese werden nur nach Bedarf heruntergeladen. So können Anwendungen wie Adobe Photoshop in wenigen Sekunden ohne hohen Internet-Traffic gestartet werden. Der Vergleich zu normalen Downloads ist durchaus beeindruckend, jedoch würde mich ein Vergleich zu nativ installierten Anwendungen interessieren.

Ich selbst finde das Thema sehr spannend, da ich täglich eine Virtual Box verwende.  Außerdem wird das Thema HTML 5 in naher Zukunft wohl noch viele interessante Entwicklungen hervorbringen. Und vielleicht brauchen wir dank Cloud Computing und Cloud Paging irgendwann kein normales Betriebssystem mehr, sondern nur noch einen Browser. Google macht dies mit Chrome OS bereits vor.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der folgenden Internetseite:

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